Der Song Schneeflockennacht

Ein magischer Moment im dunklen Treppenhaus

Für unsere diesjährige Weihnachts-Kinoproduktion haben wir sehr aufwendig ein „leicht romantisches“ Intro und Outro gedreht (lassen Sie sich überraschen). Vor allem für das Outro benötigten wir dann aber auch noch ein passendes Lied.

Über unseren Musikverleger Gerhard Zimmermann wurde der Kontakt zu den Vivid Curls hergestellt. Ein Gesangsduo aus dem Allgäu, über das die Presse einmal schrieb: „…Bisher war nicht bekannt, dass Simon & Garfunkel Töchter im Allgäu haben“ (Hohenzollerische Zeitung).

Mir gefiel ihre Art von Musik sehr gut und ich konnte mir vorstellen, dass sie einen Song machen können, der zur Stimmung am Ende passen würde.

Also traf ich mich mit Inka und Irene. Wer schon einmal versucht hat den Charakter eines Musikstücks verbal zu beschreiben, kann sich vielleicht vorstellen, wie schwierig wir es bei diesem Gespräch hatten.

Der Song sollte mehrere Funktionen erfüllen: Die Stimmung am Ende des Films aufgreifen und wenn möglich verstärken, nicht direkt auf den Inhalt des Films eingehen und auch alleinstehend die gleiche Wirkung erzielen. Hohe Ansprüche.

Also saßen Inka, Irene und ich stundenlang beisammen und redeten und redeten. Da sie 3 Wochen später ein Konzert spielten, verabredeten wir uns zu diesem Termin.

Am Tage vor dem Auftritt riefen sie an und wollten sichergehen, dass ich auch zu dem Konzert komme. Zumal es eine Idee für unseren Song gebe.

Dann war es soweit. Nach dem Konzert sagten sie mir, dass sie mir jetzt ihren Vorschlag vorspielen möchten. Eigentlich wollte ich das gar nicht, weil das bedeutete, einen sofortigen Kommentar zum Song geben zu müssen. Zudem wurde ringsum abgebaut und es herrschte emsiges Treiben. Aber Irene und Inka ließen sich nicht beirren und gingen mit mir in ein dunkles Treppenhaus hinter dem Bühnenbereich. Das Treppenhaus hatte den Vorteil, dass es auch ein wenig „hallig“ war.

Sie sangen das Lied „Schneeflockennacht“.

Nach 20 Sekunden wusste ich, das ist das Lied, wonach wir gesucht haben. Es war ein wirklich magischer Moment und ich hatte Gänsehaut. Im Zeitalter des ununterbrochenen Fotografierens und Filmens mit dem Smartphone (wogegen ich mich standhaft wehre), bereute ich jetzt doch, diesen Moment nicht gefilmt zu haben.

Später dann, bei den Aufnahmen im Studio, empfanden alle Beteiligten auch den gleichen Zauber, den ich im dunklen Treppenhaus des Konzertsaales empfunden hatte. Dass unsere Kinozuschauer und alle, die den Song hören, diesen magischen Moment genauso erleben, das wünsche ich mir.

Fred Steinbach im Juli 2017

VIVID CURLS – SCHNEEFLOCKENNACHT

1. Langversion
2. Original Version
3. Radio Version

Produziert von: Fred Steinbach
Arrangement Streicher und Co-Produzent: Wolfgang Lackerschmid
Gesang: Inka Kuchler & Irene Schindele – Vivid Curls
Gitarren: Irene Schindele
Bass: Uli Fiedler
Cello: Ruth Rossel
Violine: Angela Rossel
Schlagzeug & percussions: No Thai Ming
Vibraphon: Wolfgang Lackerschmid
Aufgenommen und gemischt: Traumraum Studios, Augsburg
Aufnahme Gitarren: Marc Frank
Published by: EDITION KIKO WELT

Erhältlich zum Download und physisch ab Oktober 2017 Spezial Vinyl Edition