Produktionsnotiz

Mehr Platz, mehr Zeit und eine romantische Verpackung

Für unsere diesjährige Weihnachts-Kinoproduktion haben wir, nach den Erfahrungen vom letzten Jahr, nicht mehr direkt im Theater gedreht. Die Bühne im Theater ist mit einer Breite von 2,03m und einer Höhe von 1,11m doch sehr klein, wenn man mit 2 hochwertigen Kinokameras dort arbeitet. Folglich haben wir die gesamte Dekoration in einer Halle in Augsburg aufgebaut. Dadurch ergab sich eine viel größere Bewegungsfreiheit für die Kamera und wir konnten somit sehr viel filmischer arbeiten. Das heißt, es waren seitliche Fahrten möglich, der Blickwinkel der Kameras wurde größer. Dennoch wollten wir nie den Eindruck beim Zuschauer „verwässern“, dass es sich um eine „abgefilmte“ Theaterproduktion handelt. Der Zuschauer hat weiterhin das Gefühl, im Theater zu sitzen und der Aufführung zu folgen. Allerdings mit Blick auf Details. Zudem ist er sehr viel näher am Geschehen, als es je im Theater möglich wäre.

Dreharbeiten in der Halle in Augsburg © KIKO GmbH 2017

Insgesamt haben wir uns auch mehr Zeit genommen, um den Gesamtlook damit zu verbessern – 5 Drehtage am Set und einen zusätzlichen für die „romantische“ Verpackung, einem Intro und einem Outro. Dieser Drehtag war dann doch schon recht skurril. Mitten im Frühling, im Mai 2017, wurden Tannenbäume in der Spitalgasse aufgestellt und geschmückt, die Straße war komplett gesperrt, die Feuerwehr wässerte die Gasse und ab Einbruch der Dunkelheit wurde gedreht. Als wir fast am Ende waren, kam für eine besondere Einstellung auch noch eine 35m hohe Drehleiter der Augsburger Berufsfeuerwehr zum Einsatz. Den ganz besonderen Zauber dieser Szene, den werden Sie im Kino erleben.

Fred Steinbach im Juli 2017